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Probleme - Bedürfnisse - Hindernisse


Wandern, Vögeln lauschen, Schmetterlinge beobachten, Pflanzen kennen lernen – immer mehr Menschen wollen in ihrer Freizeit Natur erleben. Sie suchen Ruhe und Abgeschiedenheit, wollen aber auch mehr über die Natur erfahren und besuchen Umweltbildungseinrichtungen in Natur- und Nationalparken, bereisen Biosphärengebiete oder buchen spezielle Führungen in naturbelassenen Regionen. Vor allem für Menschen, die mit Einschränkungen leben müssen, gleichgültig ob ein Leben lang oder nach einer Krankheit oder einfach durch das Älterwerden, sind Erlebnisse in der Natur und Informationen darüber besonders kostbar und bisher meistens schwer möglich. Schöne Blicke, gute Luft, das Erleben einer Höhle, auch wenn es vielleicht nur für ein kleines Stück möglich ist, der Duft von Pflanzen oder der Kontakt mit Bäumen werden von diesen Menschen häufig viel intensiver erlebt, als von den denjenigen, die solche Erlebnisse immer haben können.

Helga mit Schmetterling in der Hand

Wer etwa zur Fortbewegung auf einen Rollstuhl angewiesen ist, scheitert an sandigen oder matschigen Wegen, Stufen oder Treppen. Blinde Menschen scheitern an nur visuell ausgerichteten Informationen und können sich nur schwer alleine in der Natur oder in einer Einrichtung orientieren. Sehbehinderte Personen scheitern an fehlenden kontrastreichen Markierungen in Naturausstellungen oder an zu kleiner Schrift. Schwerhörige Bürgerinnen und Bürger scheitern an fehlender technischer Hörverstärkung bei Führungen oder Filmen. Wer gehörlos ist, scheitert an nicht vorhandener Gebärdensprachdolmetschung in Kommunikationssituationen, bei Führungen oder Naturvideos. Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung scheitern an unverständlicher Sprache und Fremdworten in Ausstellungen oder an der Ablehnung ihrer Mitmenschen.

Helga kann das Gucklock nicht erreichen

Zu hoch

Die Zahl der vorhandenen Hindernisse für behinderte Frauen und Männer ist groß. Entstanden sind sie durch die Planung von Gütern und Dienstleistungen, die sich an einem fiktiven „Durchschnittsmenschen“ orientiert, an einem jungen Menschen ohne Handicaps. Mit einer „behindertengerechten“ Planung versuchte man deshalb lange Zeit, einige dieser Barrieren zu beseitigen. Doch was genau unter „behindertengerecht“ zu verstehen war, blieb oft unklar: Meinte man „rollstuhlgerecht“? Meinte man „blindengerecht“? Meinte man „geistig behindertengerecht“? Der Begriff „behindert“ löste auch in jedem Menschen unterschiedliche Vorstellungen aus, da er selten genauer definiert wurde. Was für Menschen im Rollstuhl gut war, musste nicht unbedingt sinnvoll für gehörlose Personen oder für Menschen mit Sehbehinderungen sein. Blinde und gehörlose Menschen haben z.B. selten Probleme mit Stufen oder Steigungen. Lange Zeit wurden deshalb Sonderlösungen für einzelne Gruppen behinderter Menschen gesucht oder diese Menschen wurden ganz ausgeblendet. Es schien unmöglich Lösungen „für alle“ zu finden. Doch unter dem Druck einer immer älter werdenden Gesellschaft und dem berechtigten Anspruch behinderter Menschen, die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie alle zu haben, wurden neue Denkansätze entwickelt:
Universal Design und Barrierefreiheit